Plausch aus dem Autorenkästchen mit Lisa Lamp

Heute habe ich die liebe Lisa Lamp zu einem Plausch eingeladen.  Trotz des magischen Themas ihres Romans “Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen” ist die junge Autorin überraschend pragmatisch unterwegs – Hut ab!Ich bin beeindruckt von dieser jungen Dame und muss ehrlich sagen, ich schlich schon seit längerem um ihr Buch herum. Bloß dachte ich, das ist nichts für mich, immerhin bin ich schon 40 Jahre alt, eine gestandene Frau, und ihr Roman ist eher etwas für Jugendliche. Trotzdem werde ich mir das Buch nun zulegen, denn Lisa hat mich neugierig gemacht.
Deshalb geht es nun auch ohne Umschweife direkt zur Einleitung in unser Interview!

Jungautorin Lisa Lamp

Wir stehen mitten in der Backküche, und überlegen. Wo ist denn der Traumschaum? Verdammt, dass man hier in diesem Chaos auch nie was finden kann. Wir wollen doch eine Torte backen, Lisa und ich, um uns das Interview zu versüßen. Aber ohne Traumschaum geht das nicht. Ich meine, das ist halt genau die kleine Zutat, die wir brauchen, um uns, äh, aufzulockern. Funktioniert wie mit Baileys oder einem anderen leckeren Likör. Hab ich auch noch hier, irgendwo. Aber ich habe mich auf die Torte versteift und bin leider stur, was Lisa nun am eigenen Leib feststellen muss. Ja, auch Bloggerinnen haben Spleens!
Ich wiege mich ein wenig hin und her, Lisa tippt derweil genervt mit ihrer Schuhspitze auf den Kachelboden. 
“Zuza”, flüstert sie da in die Stille hinein. “Was ist das?”
Ihr Zeigefinger deutet auf das Fensterbrett. Die gestreifte Gardine wackelt und rosa Schaum in Bläschen fliegt hinter ihr hervor, um in der Luft zu zerploppen. 
“Da ist ja unser Traumschaum!”, ruft Lisa, schreitet zum Fenster und schob die Gardine beiseite. Und dort, auf dem Fensterbrett, liegt in einer fluffigen rosa Schaumtraube eine dicke, fette Ratte und schnarcht ein bisschen. 
“Iih”, kommentiere ich die Situation, allerdings ohne große Aufregung.
Ich finde das jetzt offen gestanden schon ein bisschen eklig. Ich mag Tiere, aber in unserem kostbaren Schaum hängen jetzt Haare von dem Nager. Doch die liebe Lisa scheint die Sache ganz anders zu sehen, nachdem sie erst mal ein Auge auf die Ratte geworfen hatte.
“Ach, Zuuuuza, schau doch!”, gurrt sie entzückt. “Das kleine Ding ist ja so … verfilzt. Ich hab bestimmt noch irgendwo einen Puppenkamm.” 
Kurz stehen wir vor der Ratte und überlegen.
“Das Mistding hat unseren Traumschaum gefressen”, stelle ich fest.
Doch Lisa ist anscheinend nagetierlieber als ich.
“Die arme Kleine muss wohl ziemlich übel Hunger gehabt haben. Ich glaube kaum, dass eine Ratte sonst was Süßes gefressen hätte”, sagt sie mitfühlend.
“Na gut, und jetzt? Jetzt müssen wir neuen Traumschaum bestellen und du weißt genau, dass Sylvies Delikatessenteppich ewig braucht mit den Lieferungen!”Aber Lisa hört gar nicht hin. Sie ist ganz verliebt in die Ratte. Ganz vorsichtig nimmt sie sie aus dem klebrigen Schaumhaufen heraus, und legt sie sich in die Armbeuge. “Du arme Kleine. Schlaf dich nur aus. Ich werde dich ordentlich füttern und gut pflegen. Bei mir wirst du es gut haben, versprochen.”
Mit diesen Worten verlässt sie die Backstube, ohne mich länger zu beachten.
“Äh, das Interview…”, rufe ich ihr hinterher.
“Ja, dann halt gern ohne Torte!”
Na gut. Und hier kommts.


Fragen zu deiner (Autoren)person

Zuzazale: Hi Lisa! Du hast sehr jung begonnen, zu schreiben, nicht wahr? Erzähl doch bitte, inwiefern deine Ausbildung zur Sozialpädagogin dir dabei half, deine Leser-Zielgruppe zu finden.

Lisa: Ich arbeite hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen. Das ist spannend und bereitet mir viel Spaß, kann aber an manchen Tagen sehr nervenaufreibend sein und anstrengend. Die Zielgruppe, mit der ich zutun habe, will vor allem eins: Aus dem Alltag aussteigen. Die meisten haben Schreckliches gesehen oder durchgemacht von häuslicher Gewalt bis massiver psychischer Folter. Für mich waren Bücher immer andere Orte, an denen ich mich vor der Realität verstecken konnte, also wollte ich genau das auch den Jugendlichen ermöglichen. Ich wollte eine Möglichkeit schaffen, dass sie für ein paar Stunden eine Hexe, ein Jäger, die Retterin der Welt oder alles andere sein können, was sie wollen. 


Zuzazale: Was fasziniert dich an weiblichen Hauptpersonen?

Lisa: Sie sind stark. Sie sind mächtig. Sie werden meist unterschätzt – so oder ähnlich hat es mal jemand zu mir gesagt und das fand ich furchtbar.  Ohne mich jetzt als Feministin aufspielen zu wollen, muss ich sagen, dass immer noch zu sehr auf das Geschlecht geachtet wird und die ganzen Debatten darüber machen das nicht besser. Mir hilft im Alltag das Binnen-I nicht und auch die weiblichen Formen kotzen mich an, weil sie zeigen, dass es notwendig ist, auf meinem Geschlecht herumzureiten. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, welches Geschlecht meine Protagonisten haben und erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass es mehr Frauen als Männer sind. Vielleicht weil ich mich als Frau besser in weibliche Charaktere einfühlen kann. Vielleicht ist es aber auch nur Zufall. Wichtig ist aber, dass sie alle gleich wichtig sind für die Geschichte. So einfach ist das. Also um deine Frage zu beantworten: Mich fasziniert dasselbe an ihnen wie an männlichen Hauptpersonen.


Zuzazale: Wie bist du auf das Thema Hexen gekommen?

Lisa: Ich liebe Hexen. Hab ich immer und werde ich immer. Ich hab als Kind alle Folgen der Serie “Charmed” gesehen und war ein Fan von “Witches of East End”. Außerdem war meine Kindheit wie die von vielen von “Harry Potter” geprägt. Zusätzlich haben wir zu der Zeit, als ich mit dem Buch angefangen habe, die Schattenseite der Kirche im Unterricht durchgenommen. Also war das Thema für mich sehr allgegenwärtig.


Zuzazale: Hast du zum Thema Hexen recherchiert? Gab es etwas im Zuge dieser Recherche, das dich schockiert/besonders beschäftigt hat und demzufolge ins Buch geflossen ist?

Lisa: Folterungen, Hinrichtungen, Gesetzessprechungen – all das und vieles mehr kannte ich aus Büchern und dem Internet, und viel davon spiegelt sich in Band 1 wieder. Viele meiner Leser haben sich deshalb beschwert, da es “nichts für schwache Nerven” sei, aber mir war es wichtig, es so realistisch wie möglich darzustellen.


Zuzazale: Nenne deine größten Buch- und Filmeinflüsse, in denen Magie und Zauberei eine Rolle spielen.

Lisa: Das hab ich ja irgendwie schon ^^ Aber um noch mehr Beispiele zu nennen: “Die Hexe und der Zauberer”, “the last Witch Hunter”, Halloweentown”, “Der Hexenhammer”, … – Da gibt es so viele, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Hexen waren einfach schon immer Teil unserer Fantasie.


Zuzazale: Ist dein Wohnort Wien eine Inspiration für deine Werke?

Lisa: Nein ^^ Ich wohne hier und ich liebe es, aber eine Kulisse für fantastische Geschichten bietet dieser Ort für mich nicht gerade.


Zuzazale: Erzähl uns was über deine Erfahrungen als Verlagsautorin. Wie bist du an deinen Verlag gekommen und wie geht die Reise jetzt für dich weiter?

Lisa: An meinen Verlag gekommen bin ich wie alle anderen auch: Einschicken des Exposés und LANGES Warten und Hoffen. Jetzt ist es so, dass der AAVAA Verlag langsam aufgelöst werden wird, da er neu übernommen wurde. Mit meiner Reihe geht es trotzdem weiter, da der Verleger sie einfach in seinem ursprünglichen Verlag weiter veröffentlicht. Außerdem hab ich im März einen Vertrag beim WrittenDreamsVerlag unterschrieben für ein anderes Projekt, indem es um einen Körpertausch geht und derzeit arbeite ich an einem Projekt, dass Ende September an einen großen Verlag gehen soll.


Zuzazale: Zitiere deinen liebsten Satz aus einer Rezension zu einem deiner Werke.

Lisa: “ Ich fand die historischen Details wunderbar schaurig beschrieben. So skurril es klingt, das waren meine Assoziationen: „Wenn die Nacht stirbt“ erinnerte mich an die Erzählungen von Ingeborg Bachmann, an die „Geschichte der O“ von Pauline Réage und an Patrick Süskinds „Parfum“.

Was soll Lisa Lamps Werk mit den oben genannten gemeinsam haben?

Eine wunderschöne Sprache. Eine Sprache, die ich als Leserin in mich aufnehmen wollte, jedes einzelne Wort. Die Faszination, wie eine Autorin so sinnlich schreiben kann, so bildgewaltig und mysteriös. Der Schreibstil ist jung, modern und zugleich so klassisch.” 


Zuzazale: Wieso schreibst du in deinem ausgewählten Genre?

Lisa: Weil ich es kann ^^ Nein, ohne Witz. Ich könnte nie von der Realität schreiben, weil ich schon genug in meinem Beruf mit den Schwierigkeiten im Leben in Berührung komme. Fantasy kommt da gerade recht. Ich entscheide, was passiert, egal ob es praktisch möglich ist oder nur einer Eingebung von mir entspringt. 


Zuzazale: Was am Autorenleben findest du am schwierigsten? Was am spannendsten?

Lisa: Die langen Wartezeiten als Verlagsautorin sind für mich die Hölle, weil mir einfach die Geduld fehlt. Außerdem ist der Kontakt zu Bloggern und Lesern nicht immer nur schön. Ich kann gut mit Kritik umgehen, aber einige sind wirklich schlecht darin, Feedback sensibel zu formulieren. Das ist manchmal hart, doch nichts weshalb ich zu schreiben aufhören würde.

Am spannendsten für mich ist das Schreiben selbst. Es ist mein größtes Hobby und es bringt mir mehr Entspannung als alles andere.


Zuzazale: Mit was wäre die Welt ein besserer Ort?

Lisa: Mit richtigem Verständnis und Akzeptanz


Zuzazale: Mit was wäre die Welt ein schlechterer Ort?

Lisa: Mehr Kriege und Waffen? Schwer zu sagen, ob dann alles schlechter wäre, aber ich glaube einfach einmal daran.


Zuzazale: Ohne was wäre die Welt ein besserer Ort?

Lisa: Haucheleien. Viele Menschen tun so, als würden sie andere respektieren oder andere Lebensstile akzeptieren, aber viel davon ist gespielt, weil die Gesellschaft das erwartet. 


Zuzazale: Ohne was wäre die Welt ein schlechterer Ort?

Lisa: Ganz klar: Liebe und Familie. Ich hab mich vor kurzem verlobt und könnte mir den Mann an meiner Seite nicht mehr wegdenken. Außerdem bekomme ich demnächst noch einen Neffen oder eine Nichte und kann deshalb mit Sicherheit sagen, dass es nichts Wichtigeres gibt als die Liebe und die Familie.


Zuzazale: Bist du abergläubisch?

Lisa: Nein^^ 


Zuzazale: Glaubst du an Übernatürliches / Paranormales?

Lisa: Auch nicht ^^ Ich bin Pragmatikerin und Realistin. Ich glaube an nichts, was ich nicht sehen oder anfassen kann oder es wissenschaftlich erklärbar ist.


Zuzazale: An was (außer natürlich an den Weihnachtsmann) hast du als Kind fest geglaubt?

Lisa: Das Christkind , die Zahnfee, den Osterhasen – Was Feste anging, haben meine Eltern mich gern angelogen, aber das war in Ordnung ^^


Zuzazale: Hast du jemals einen Gedanken an deinen eigenen Tod verschwendet?

Lisa: Ständig. Ich beschreibe in meinen Büchern so viele verschiedene Arten, wie man sterben kann (Verbrennung, Ertrinken, Enthauptung, Verbluten,..), dass mir der Gedanke zwangsläufig kommt.


Zuzazale: Was ist das Wertvollste, das deine Eltern dir auf den Weg gegeben haben?

Lisa:  Sie haben mir meinen Selbstwert mitgegeben und mir gelernt, dass andere mich nur dann runterziehen können, wenn ich das zulasse.


Zuzazale: Auf eine einsame Insel nimmst du mit:

  • Einen deiner Buchcharaktere. Wen und warum?

Lisa:  Ich würde sagen Mel, weil sie eine Überlebenskünstlerin ist und es mit ihr bestimmt nicht langweilig wird. Außerdem hab ich mit ihr die größte Chance von der Insel unbeschadet hinunterzukommen.


  • Ein Buch. Welches und warum?

Lisa: Gibt es ein Buch, das “Wie überlebe ich auf einer einsamen Insel” heißt? Dann definitiv das.


  • Jemanden aus deinem Leben. Wen und warum.

Lisa: Das ist schwierig, aber ich würde sagen meinen Neffen. Ohne den gehe ich nirgendwo mehr hin.


Zuzazale: Packe einen Koffer. Außer den Dingen, die du einpackst, musst du alles andere weggeben. Was packst du ein, und warum?

Lisa: Meinen Laptop, weil ich auf ihm schreibe. Ein Notizbuch für Notizen. Mein Handy für Musik und damit ich jemanden anrufen kann, der mich nach ein paar Tagen wieder abholt.^^


Zuzazale: Welcher Buchcharakter wärst du gern und warum?

Lisa: Ich wäre gern Hermine Granger, weil ich das Harry Potter- Universum liebe und gern so intelligent wäre wie sie.


Zuzazale: Hast du neben dem Schreiben besondere Talente?

Lisa: Ja, ich schaffe es bei jeder Gelegenheit hinzufallen. Zählt das? Ansonsten nicht wirklich und wenn hätte ich neben dem Schreiben keine Zeit dafür.


Zuzazale: Mit welchem deiner Buchcharaktere hast du am meisten gemeinsam? 

Lisa: Das kann ich gar nicht genau sagen. Das aufbrausende Temperament habe ich von Nicole, genauso wie ihre Gemeinheiten. Gleichzeitig habe ich Mels dickköpfige Art und ihre Aufopferungsbereitschaft für ihre Familie. Ich bin ein Angsthase wie Jaimie und liebe Tiere so sehr wie Lora. Sie haben alle etwas von mir und ich von ihnen.


Zuzazale: Hörst du Musik? Wenn ja, fließt sie in irgendeiner Art in deine Werke?

Lisa: Ich höre Musik, aber einen wirklichen Nutzen hat sie für meine Geschichten nicht. 


Fragen zu deinem Werk

Zuzazale: In einem Satz: worum geht es in deinem Werk?

Lisa:  In meiner Geschichte “Wenn die Nacht stirbt” geht es um die Schülerin Read, die als Hexe gebrandmarkt wird und mit ihrem neuen Leben zurechtkommen muss, das einige Überraschungen für sie bereithält.

Cover von Lisas Debüt „Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen“

Zuzazale: Zwischen welche Bücher deines Bücherregals würdest du es einordnen?

Lisa: Derzeit stehen sie mit “Harry Potter”, “Wicked – die Hexen von Oz”, “HexHall” und “Everflame” in einem Regal, aber da meine Bücher nach Themen sortiert sind, ergibt das natürlich Sinn. Deshalb würde ich aber nicht sagen, dass sich die Bücher ähnlich sind.


Zuzazale: Plaudere doch mal ein bisschen über die Welt, in welcher dein Werk angesiedelt ist! Zeige gern auch Bilder, wenn du möchtest!

Lisa: Die Welt ist eigentlich in mehreren Zeiten und Dimensionen angesiedelt. Wir haben die Menschenwelt, so wir wir alle sie kennen und dann gibt es die Welt der Hexen, die inmitten von unserer besteht. Außerdem haben wir die Welt der Göttin, die auch immer wieder im Buch vorkommt. Und wir haben Szenen aus vergangener Zeit (Mittelalter ), der Zeit, in der die Geschichte spielt und der Zukunft, da Read das Erlebte in Form von Briefen niederschreibt und alles somit eigentlich schon passiert ist. Im Laufe der Bände kommt dann noch das Lager der Jäger dazu und viele andere Städte. Aber ich zeige euch besser die Karte, sodass ihr es euch vorstellen könnt.

Eine richtig schöne Karte zur Welt aus „Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen“

Zuzazale: Hast du ein Bild von deiner Hauptfigur, oder von anderen Charakteren deines Buches, oder möchtest du deine Romanfiguren nicht visualisieren? Her damit, wenn du möchtest.

Lisa: Ja habe ich. Eine Leserin war so begeistert von der Geschichte, dass sie mir dieses Bild gemalt hat. Read, die Hauptfigur in meinem Buch, habe ich mir tatsächlich so ähnlich vorgestellt.

Fanart!

Zuzazale: Wen sollten wir sonst unbedingt kennenlernen?

Lisa: Mel und Hunter. Sie bilden neben Read das Herzstück der Geschichte. Mel ist die Chooserin, die Read zur Hexe macht und Hunter ist Reds Seelengefährte, der einige Probleme verursacht.


Zuzazale: An welche Orte deiner Welt sollten wir unbedingt reisen?

Lisa: In den schwarzen Wald. Das Internat der Hexen ist wunderschön, aber Vorsicht: Schüler neigen hier dazu, zu verschwinden also solltet ihr besser nicht allein dorthin gehen.

Und zum Schloss der Familie Holl, das prächtiger und schöner ist, als alles, was ich zuvor gesehen habe. Aber auch hier solltet ihr vorsichtig sein, da das Schloss von einem verfluchten Wald umgeben ist.


Zuzazale: Mit welchem gemeinsamen Problem kämpfen deine Romanfiguren?

Lisa: Einer ihrer Freunde wird entführt und sie müssen alles daran setzen, ihn wiederzufinden, bevor er wie die anderen verschwundenen Schüler tot aufgefunden wird.


Zuzazale: Die Entstehungsgeschichte deines Werkes interessiert uns brennend. Erzähl mal!

Lisa: Ich habe die Geschichte während meines Abschlussjahres geschrieben und dachte zu dem Zeitpunkt noch lange nicht über eine Veröffentlichung nach. Anfangs hatte die Story sogar eine andere Hauptperson und war als Kurzgeschichte geplant. Aber irgendwie wurde es immer mehr und mehr.


Zuzazale: Gibt es etwas, das du uns zu deinem Werk besonders ans Herz legen möchtest? Falls du ungebunden an meine Fragen etwas loswerden möchtest, hier ist der Raum dafür.

Lisa: Ja, unbedingt! Wenn ich ein wenig für das Buch fesseln konnte, den würde ich bitten auf meiner Seite zu stöbern. Da wurden viele Einzelheiten verraten, die euch vielleicht interessieren könnten.


Was sonst noch ansteht

Textprobe

Wenn die Nacht stirbt – Band 1:

“Die  Kerzen  im Raum  brannten langsam  ab, doch es würde  bis morgen früh niemand kommen, um neue anzuzünden. Ich legte mich auf den harten Boden und rollte mich zu einer Kugel zusammen, um der Kälte und dem Wind, der unter der Tür  durchzog, zu entgegnen. In der Ecke über mir war eines von Hunderten Spinnennetzen, die sich in der Kirche angesiedelt hatten. Als der Raum langsam dunkler wurde, merkte ich erst, wie erschöpft ich von der ständigen Aufregung war. Die letztenTage waren eine Zerreißprobe für meine Nerven und ich spürte wie Morpheus Hände nach mir griffen. Mein letzter Gedanke galt meinen Nachkommen und  der Hoffnung, dass die Inquisition ein baldiges Ende finden würde. Im Gegensatz zu allen anderen hier im Raum war ich nämlich keinesfalls zu Unrecht in dieser Kirche. Ob ich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte? Nein. Ob ich für  die Pest und das Viehsterben verantwortlich war? Nein. Ob ich Naturkatastrophen heraufbeschwor? Nein. Doch ich könnte die Kerzen wieder entzünden ohne auch nur ein Streichholz anzuzünden. Ich könnte die Fensterscheiben zerspringen oder sie durch Hitze schmelzen lassen und ich könnte mich mit den Spinnen an der Decke über die Ungerechtigkeit der Welt unterhalten. Ich war nicht zu Unrecht hier. Mein Name war Maria Holl und ich war wirklich eine Hexe.”


Links:  

Lisa Lamps Autorenseite auf Facebook:
https://de-de.facebook.com/Autorinlisalamp/

“Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen”:
Der Roman bei Amazon


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