Plausch aus dem Autorenkästchen mit Stefanie Foitzik

Durch Stefanie Foitziks Buch Galway Hunters: Feuertaufe habe ich im April mit dem Rezensieren begonnen. Wegen diesem Buch bin ich zur Buchbloggerin geworden, und wegen ihm widme ich mich den Selfpublishern.
Da ist es nur logisch, dass mein allererster Plausch aus dem Autorenkästchen mit eben jener wundervollen Autorin stattfindet, die mich so reich mit ihrer Welt beschenkt hat!

Zu Gast bei Zuzazale ist heute Stefanie Foitzik!

Die Autorin im Innenhof der Galwayer NUI (National University of Ireland) – Copywright Stefanie Foitzik

Wer noch einmal daran erinnert werden möchte, was Stefanie so schreibt, hier sind meine ausführlichen Rezensionen zu ihren bislang veröffentlichten Werken:
Rezension Galway Hunters: Feuertaufe von Stefanie Foitzik
Rezension Riot Pack: Fairystaub und andere Scherereien von Stefanie Foitzik

Hinweis!
In meinen Interviews nehme ich mir eine gewisse künstlerische Freiheit heraus. Ich kann die Autorin in mir nicht so ganz verstecken …
Die Aussagen meiner Gäste sind jedoch zu 100% echt. Es kann aber passieren, dass Autor*in und ich uns plötzlich an komischen Orten wiederfinden …
Ebenso Ausschmückungen aller Art bitte ich zu verzeihen – so könnte es durchaus geschehen, dass am gedachten Biergarten, in dem ich mit Autor*in XY gedacht sitze, plötzlich ein Einhorn vorbeispringt oder 50 Plotbunnies aus ihrer Höhle purzeln … wenn ich so etwas während dem Plausch sehe, teile ich es mit. Ich kann einfach nicht anders.
Hinweis Ende.

Zeit für unseren Plausch!

Was wäre, wenn es all die mythischen Wesen geben würde? Werwölfe, Vampire, Fairies, Elfen, Sidhes, Leprechauns, Daywalker …

Was wäre, wenn verschiedene Kulturen aufeinanderprallen? Geschichten der Anderswelt mehr als nur Geschichten sind? Und all diese Wesen ganz normal mit den Menschen zusammenleben würden?

– aus Stefanies Homepage

Ja, was wäre dann? Darüber zermartere ich mir den Kopf, als ich im Paddy’s sitze, der Bar, die auch in Stefanies Hunters eine Rolle spielt.

Das Paddy’s in Galway

Sind das etwa Saufköpfe, ihre Protagonisten? Ne, nicht mehr als du und ich jedenfalls. Wir beide sind so früh am Morgen auf alle Fälle noch keine Saufköpfe, deshalb haben wir uns erst mal nur ganz gepflegt ein Full Irish Breakfast bestellt.
Mmmmh … Bohnen, Spreck, irische Würstchen, Eier und Tomaten. Ja, beim Frühstück darf es ruhig deftig zugehen, schließlich sammelt man morgens Kräfte für den Tag!
Wer übrigens mal schauen will, wie so ein Full Irish Breakfast aussieht, den lade ich herzlich ein, Steffis Homepage zu besuchen. Da gibt’s auch ein Rezept.
So, genug geschwafelt!
Vor dem Frühstück hab ich schon einiges herausgefunden:
Stefanie könnte im Leben auf alles verzichten, außer auf ihren Laptop, ihren Kindle, die wichtigsten Notizbücher, sowie das Notwendigste an bequemen Klamotten.
Sie ist nicht abergläubisch, „kein bisschen“. Sie ist überzeugt, dass es „zwischen Himmel und Erde etwas gibt, dass wir Menschen nicht wirklich greifen können.“ Ob sie damit wohl mystische Wesen meint?
Ich frage sie danach, schließlich wimmelt es in ihrem Hunters-Universum nur so vor Wesen aus der irischen Mythologie. Doch auf meine Frage hin, ob Elfen existieren (das war das erste Wesen, das mir auf doof eingefallen ist), meint Stefanie nur gelassen:
„Natürlich, frag mal die Iren, die werden dir das bestätigen.“ Und grinst.
Hm, so langsam glaub ich, die Steffi weiß etwas, das ich nicht weiß …
Ich versuche es nochmal und frage, ob sie an Parallelwelten glaubt. Weil Anderswelt und so … Doch die Antwort ist gewohnt kryptisch (wie immer bei Personen, die mehr wissen als sie zugeben wollen):
„Unbedingt. Wenn vielleicht auch nur in den Köpfen mancher Leute.“

„Bleiben wir noch ein bisschen bei den Mythen und Sagen?“, frage ich. „An was, außer an den Weihnachtsmann natürlich, hast du als Kind geglaubt?“
Da muss Steffi nicht lange überlegen. „Bei uns war es eher das Christkind und der Nikolaus“, meint sie. „An beide habe ich als Kind unabdingbar geglaubt. Nur diese Geschichte mit dem Osterhasen, DAS konnte ich dann nie wirklich glauben.“
Meine Gedanken schweifen schon wieder ab. Ich schaue zur Bar und sehe einen Kerl, der aussieht wie Jeffrey Dean Morgan aus „The Walking Dead“.
Brrr, Zombies … ein Thema, das ich vermeide. Stefanie allerdings liebt diese Serie.
Wir schauen beide Jeffrey hinterher, als er mit Scones und einem Coffee To Go den Pub verlässt.
„Welcher Filmcharakter wärst du gern?“, frage ich spontan.
Stefanie nimmt einen Schluck Kaffee, den sie nach eigenen Angaben in rauhen Mengen konsumiert, und sagt: „Holly aus dem Film „P. S. Ich liebe dich“. Weil sie so herrlich schön verrückt ist, sich in keine Schublade stecken lässt und ihren Gefühle wie Trauer, Einsamkeit, Wut und Freude freien Lauf lässt.“
Schön gesagt. Aber mir hängen die Zombies irgendwie noch nach. Die ganze Zeit denke ich an Horden Untote, die in’s Paddy’s einfallen und dann … argh! Meine Fantasie schon wieder! Aber wenn wir schon beim Thema Tod sind …
„Sag mal, Steffi, wie stellst du dir eigentlich deinen Lebensabend vor? Du weißt schon, wenn du mal alt bist, in Rente und so weiter. Dem Tod nahe, ha ha …“ Oh, ein komischer Blick von Steffi. „Wie möchtest du dann leben, im Alter?“, frage ich schnell, um meine Aussage zu neutralisieren.
Stefanie überlegt kurz und sagt dann verträumt: „Meine Wunschvorstellung wäre in einem eigenen Cottage in Irland zusammen mit meinem Mann, mindestens 3 Wolfshunden, mehrere Katzen und einem Esel zu leben und jede Menge Zeit zum Weiterschreiben meiner Galway Hunters Reihe zu haben.“
Zufrieden gabelt sie Bohnen und Würstchen auf.
Moment, wie war das? Da drängt sich mir eine Zwischenfrage auf: mit einem Esel? Das frage ich dann auch.
„Weil es in Irland unglaublich viele Esel gibt …“, antwortet sie. „… du quasi auf jeder Weide mindestens einen von ihnen entdecken kannst. Und da es früher auf dem Bauernhof, auf dem ich meine Pferde unterstehen hatte, auch Esel gab, in die ich mich total verkuckt habe (und auch schon auf ihnen geritten bin) würde ich in so einem Fall unheimlich gerne einen Esel haben! Mit dem und den Hunden würde ich dann ausgedehnte Spaziergänge am Strand machen.“
Ich denke an Esel am Strand … und da sind sie wieder. Die Zombies! Eselzombies! Ich schüttle mich. Ich möchte nicht Stefanies schöne Gedanken zerstören, und bei Gelegenheit die der Leser, aber …
„Hast du jemals einen Gedanken an deinen eigenen Tod verschwendet?“, frage ich und bin mir durchaus bewusst, wie lästig ich sein muss.
Aber Stefanie ist da nicht so. Ganz im Gegenteil, ihre Antwort kommt ohne zu zögern und ganz sachlich. „Da ich in der ambulanten Krankenpflege arbeite, wo der Tod ja ein ständiger Begleiter ist, ja, natürlich macht man sich da auch selbst immer mal wieder Gedanken.“
Na gut, das ist verständlich. Ich nehme einen großen Schluck Kaffee, ebenso wie Stefanie. Wir schauen uns an, zwei Frauen in einem Pub. Beides Autorinnen, beide keine kleinen Mädchen mehr.
„Was ist das Wertvollste, das deine Eltern dir auf den Weg gegeben haben?“, frage ich in den Moment hinein.
„Gerechtigkeitssinn und dass man nie aufgeben darf.“
„Und aus welchem Fehler deiner Eltern hast du am meisten gelernt?“
„Dass man keine Zeit mehr miteinander verbringt.“

Bevor wir uns im weiteren Teil des Plausches der Autorin Steffi zuwenden (denn bis jetzt hatten wir ja eher mit dem Menschen Steffi zu tun) habe ich noch einige Statements von ihr erfragt:
#1 Ohne Plastikmüll wäre die Welt ein besserer Ort
#2 Mit fehlender Toleranz wäre die Welt ein schlechterer Ort
#3 Ohne Mitgefühl wäre die Welt ein schlechterer Ort
#4 Auf eine einsame Insel nimmt Stefanie ihren Mann mit. „Weil er mir das Liebste ist, das ich auf der Welt habe.“

Und nun geht’s so richtig los mit dem Plausch aus dem Autorenkästchen!
Viel Spaß!

Zuzazale: Zitiere deinen liebsten Satz aus einer Rezension zu einem deiner Werke.

Stefanie: „Man muss es selbst erleben, wie die Autorin den/die Leser/in auf über 700 Seiten kaum Zeit zum Atemholen lässt und wie sie nach einem fulminanten Start die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zu immer neuen Höhepunkten führt.“

Zuzazale: Eine Allerweltsfrage, aber trotzdem spannend: wie bist du zum Schreiben gekommen?

Stefanie: Das war ein ziemlich banaler Grund. Ich war vor einigen Jahren auf der Suche nach einem Buch, wo alle möglichen magische Wesen mehr oder weniger gut Seite an Seite mit den Menschen leben. Leider konnte ich damals ein solches Buch nicht finden, also beschloss ich, dass ich es wohl selber schreiben muss.

Zuzazale: Wieso schreibst du in deinem ausgewählten Genre?

Stefanie: Weil mir die Urban-Fantasy die wunderbare Möglichkeit gibt, die reale Welt mit der fiktiven zu verbinden, sodass daraus eine ganz neue, eigene Welt entsteht.

Zuzazale: Was am Autorenleben findest du am schwierigsten? Was am spannendsten?

Stefanie: Das Schwierigste ist für mich, wenn ich meine Geschichte wirklich plotten muss, weil die vielen Handlungsstränge das so verlangen. Ich schreibe eigentlich viel lieber drauf los und schaue, wo mich die Geschichte dann hinträgt, weil meistens kommt doch sowieso alles anders als man es geplant hat. Am spannendsten ist es zu beobachten, welche Entwicklung die eigenen Figuren im Laufe der Zeit haben. Aber auch Recherchen sind etwas sehr spannendes, finde ich. Was ich dabei schon alles herausgefunden habe, hat mich manchmal wirklich staunen lassen.

Zuzazale: Nutzt du Notizbücher? Magst du uns Bilder davon zeigen?

Stefanie: Oh ja, viele. Auch richtig wertvolle, die schon so viel mehr wie nur Notizbücher sind und die ich deshalb z. B. als Vorlage für Michaels Zauberbuch verwende oder zur Dokumentation der Geschehnisse in chronologischer Reihenfolge. Aber auch für meine Charaktere-Bogen oder auch für Recherchen.

Hier sehen wir einige von Steffis Notizbüchern. Beeindruckend!

Zuzazale: Auf eine einsame Insel nimmst du mit: Einen deiner Buchcharaktere. Wen und warum?

Stefanie: Auf jeden Fall Kilian. Weil er mein Erstgeborener unter all meinen Figuren ist und ein so liebenswerter Chaot mit großer Klappe, dass es mir mit ihm dort ganz bestimmt nicht langweilig werden würde.

Zuzazale: Auf eine einsame Insel nimmst du mit: Ein Buch. Welches und warum?

Stefanie: Ein leeres Buch, damit ich dort die weiteren Geschichten meiner Galway Hunters reinschreiben könnte.

Zuzazale: Welcher Buchcharakter wärst du gern und warum?

Stefanie: John Sinclair. Ich mag diesen britischen Geisterjäger und all seine spannenden Fälle einfach zu sehr. Deshalb habe ich auch eine ziemlich große Sinclair Sammlung, die Romanhefte, Bücher und Hörspiele umfasst. Seit Kurzem besitze ich sogar ein, von Jason Dark persönlich signiertes Hörspiel, auf das ich total stolz bin.

Zuzazale: Hast du neben dem Schreiben besondere Talente?

Stefanie: Von kleinen Videoclips zusammenzubasteln, die ich dann mit meinen Lieblingsliedern unterlege, leider nicht. Mein Vater konnte unglaublich gut zeichnen, ich habe das schon so oft bedauert, dass er mir dieses Talent leider nicht vererbt hat.

Zuzazale: Hörst du Musik? Wenn ja, fließt sie in irgendeiner Art in deine Werke?

Stefanie: Oh ja, Musik ist für mich extrem wichtig und begleitet mich auch schon mein ganzes Leben. Dementsprechend fließen Lieder – vor allem jene, die mir persönlich viel bedeuten – auch immer wieder in meine Bücher mit ein.

Zuzazale: Kannst du ein Beispiel für so ein Lied geben, das dir persönlich viel bedeutet?

Stefanie: Ja, kann ich. TNT von ACDC. Das hörte damals, als ich 12 Jahre alt war, zum Mal in der Faschings-Disco (Ich war dort als Kiss-Sänger Paul Stanley geschminkt und verkleidet) und war von dem Song sofort begeistert. Später war genau dieser Song von ACDC auf der ersten CD, die mir mein Mann geschenkt hatte. Ich liebe die Dynamik des Song und fand, das Lied passt mit seinem Text perfekt zu meinem Gabriel O’Mordha, wenn er gerade so richtig schön sauer ist.

Zuzazale: Welche Inspirationsquellen nutzt du?

Stefanie: Jede, die ich finde. (Lacht) Nein, im Ernst, es gibt viele unterschiedliche Dinge, die mir als Inspirationsquelle dienen. Das kann ein Song sein, ein Film, ein Schauspieler, Menschen aus meinem Umfeld, eine Reportage im Fernseh, das Interview eines Künstlers, aber auch ein Spaziergang mit Mann und Hund im Wald.

Und das ist Stefanies Hund, er hört auf den Namen „Gipsy“:

Dieser Blick! – Copyright: Stefanie Foitzik

Zuzazale: Mit welchem deiner Buchcharaktere hast du am meisten gemeinsam?

Stefanie: Mit allen gleich viel oder besser gesagt gleich wenig. Hier und da findet sich natürlich in ihnen auch ein kleines Stück von mir selbst.

Zuzazale: Deine Stärke ist in meinen Augen die Art, wie du Beziehungsgeflechte konstruierst und Figuren entwirfst. Hast du dafür ein „Geheimrezept“ oder einen Tipp an andere Autoren?

Stefanie: Danke für das Lob, aber ich fürchte ein Geheimrezept gibt es da nicht. Ich halte es bei neuen Figuren eigentlich immer so, dass ich ihnen zuerst begegne wie man im realen Leben anderen neuen Leuten begegnet und von diesen dann erstmal nicht mehr wie das äußerliche und den Namen weiß. Ich überlege mir, welchen „Zweck“ diese neue Figur in meiner Geschichte haben soll und anschließend versuche ich mich in diese Figur reinzuversetzen, um so herauszufinden was sie denkt, fühlt und antreibt.

Im letzten Teil des Plauschs spricht Stefanie über ihr Hunters-Universum!

Zuzazale: In einem Satz: worum geht es in deinem Werk?

Stefanie: Um in Irland angesiedelte Urban-Fantasy mit Thriller-Elementen.

Zuzazale: Zwischen welche Bücher deines Bücherregals würdest du dein Buch-Universum einordnen?

Stefanie: (Lacht) Die stehen tatsächlich im Bücherregal und zwar zwischen meinen The John Sinclair Taschenbüchern zur linken und Herr der Ringe zur rechten Seite.

Zuzazale: Zwischen welche Alben/Interpreten deiner Musiksammlung würdest du dein Buch-Universum einordnen?

Stefanie: Auf jeden Fall zwischen den Dropkick Murphys und … The Police/Sting. Oder doch lieber ACDC? Walking on Cars? Billy Idol? Puh, das wird schwer. Aber zumindest die Dropkicks wäre auf der einen Seite fest als Nachbarn gesetzt.

Zuzazale: Gibt es ein bestimmtes Thema oder Motiv, das dir wichtig ist, und inwieweit fließt es in dein Werk ein?

Stefanie: Auf jeden Fall! Aktuelle Themen wie Rassismus, Terrorismus und Fanatismus. Aber auch, was Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalten alles bewältigen kann.

Zuzazale: Plaudere doch mal ein bisschen über die Welt, in welcher dein Werk angesiedelt ist! Zeige gern auch Bilder, wenn du möchtest!

Stefanie: Meine beiden Buchreihen „Galway Hunters“ und „Riot Pack“ sind beide in Irland angesiedelt. Galway Hunters spielen, wie es der Titel schon vermuten lässt in Galway. Und Riot Pack in Limerick. Zumindest noch. In einem späteren Band wird sich die Geschichte dann auch nach Galway verlagern. Warum Galway? Weil es die großartigste Stadt ist, die ich kenne.

Zuzazale: Wir sind gespannt auf deine Hauptfigur. Lass sie doch mal zu Wort kommen!

Stefanie: Da es bei meinen Galway Hunters zu viele Hauptfiguren gibt, nehme ich hier einmal Kilian Deane, weil er bei „Riot Pack“ tatsächlich mein einziger Hauptcharakter ist und mit ihm damals sowieso alles begonnen hat.
Dann also mal los Kilian, stell dich doch mal vor!
Kilian: Hey Leute, ich bin ein richtiger Glückspilz und habe meine Geburt heute vor 22 Jahren überlebt. Meine Mutter nicht. Und so ist es nicht nur die Alte Ordnung, die mich damals lieber tot gesehen hätte. Die „Fürsorge“ meines werten alten Herrn zu überstehen, war trotzdem ein Klacks für mich gewesen. Manchmal frage ich mich, ob er überhaupt noch einen Gedanken an mich, den Halbelfen mit den räudigen Genen verschwendet.

Zuzazale: Hast du ein Bild von deiner Hauptfigur, oder von anderen Charakteren deines Buches, oder möchtest du deine Romanfiguren nicht visualisieren? Her damit, wenn du möchtest.

Stefanie: Ich habe tatsächlich zu jeder einzelnen meiner Figuren eine(n) reale(n) Schauspieler(in) vor Augen. Aber das sind rein meine persönlichen Vorstellungen. Beim Lesen macht sich dann doch, glaube ich, jeder lieber sein ganz persönliches Bild von der Figur.

Zuzazale: Wen sollten wir sonst unbedingt kennenlernen?

Stefanie: Die Banshee. Damit ihr versteht, was ich meinem armen Michael O’Hara alles mit ihr zumute.

Zuzazale: An welche Orte deiner Welt sollten wir unbedingt reisen?

Stefanie: Galway! Diese Stadt hat einen so unbeschreiblichen Charme, das muss man einfach erleben.

Hier einpaar Bilder von Galway:

Der Eyre Square und John F. Kennedy Park:

Die NUI (National University of Ireland), in der sich Cecilias Bibliothek befindet

Die Pier nach Mutton Island wo sich Zacs Anwesen befindet.

Zuzazale: An welche Orte deiner Welt sollten wir so rein gar nicht reisen?

Stefanie: Nach Ildathach, das ist nämlich das Totenreich in meiner Anderswelt.

Zuzazale: Mit welchem Problem kämpfen deine Romanfiguren?

Stefanie: Mit Vorurteilen, Rassismus, Terrorismus, Fanatismus, Angst, Anschlägen, Serienkillern und Kautionsflüchtlingen. Reicht das? (Grinst)

Zuzazale: Möchtest du die Entstehungsgeschichte deines Covers mit uns teilen? Gerne auch in Bildern!

Stefanie: Bei meinen Galway Hunters wird bei dem Band auf dem Cover „The Long Walk“ zu sehen sein, weil dieser so typisch für Galway steht. Als Grundlage dazu dienen mir die Fotos des Long Walks, die ich oder mein Mann vor Ort gemacht haben. Die bearbeite ich dann mit Licht und Farbe immer noch entsprechend der Bände. So ist die Feuertaufe rötlich gehalten und Verblendung wird ein sich im Wasser widerspiegelndes Sonnengelb sein. Bei dritten Band, der wahrscheinlich dann „Donnerschlag“ heißen wird, wäre dann ein schönes Gewitter naheliegend.

Vom Foto zum Cover. So sieht das dann aus:

Zuzazale: Was wünscht du dir von deinen Lesern?

Stefanie: Über ein Feedback meiner Leser freue ich mich immer riesig. Ganz egal, ob das per E-Mail, persönlich oder in Form einer Rezension geschieht.

Und nun darf man sich zurücklehnen und zwei Textproben von Stefanie Foitzik genießen!

1. Galway Hunters: Feuertaufe – Kapitel 1
Bei seinen Worten verdunkelte sich Duncans Miene für einen kurzen Augenblick, dann deutete er mit dem Kopf zum Ende des Ganges.
»Welches der beiden Zimmer ist es denn, in dem Jonathan sich umgebracht hat?«
»Hast du das damals nicht mehr mitbekommen?«
»Nein, ich bin kurz zuvor aus der Grafschaft weggezogen, habe es erst im Nachhinein erfahren.«
Ja, das fast nicht vorhandene Altern ab dem Erwachsenenalter vieler Paras, machte es vor dem Outing leider immer wieder notwendig, in regelmäßigen Abständen umzuziehen.
»Das Linke.«
»Warst du mal drinnen?«
Michael schüttelte den Kopf. »Noch nicht. Wollte erst den Umzug fertig haben und mich dann in Ruhe meinem Mitbewohner vorstellen.«
»Kann ich verstehen. Ist das Zimmer abgeschlossen?«
»Nein. Wieso?« Er zog die Augenbrauen in die Höhe. »Etwa Lust, einem alten Bekannten ‚Hallo‘ zu sagen?«
Skeptisch blickte Duncan zur Tür und Michael war sich sicher, dass der Daywalker großzügig mit einem ‚Ein anderes Mal’ ablehnen würde.
»Warum nicht? Vielleicht kann ich ihn erreichen.«
Okay, damit hatte er nun nicht gerechnet. »Bist du sicher?«
Duncan zuckte mit den Schultern. »Viel mehr, als dass er mich rausschmeißt, kann doch nicht passieren – denke ich.«
Michael trat einen Schritt zur Seite, deutete zur Tür. »Na dann – viel Glück.«
Duncan klopfte. Keine Reaktion. Er klopfte noch einmal. Nichts. Der Daywalker drückte die Klinke herunter und öffnete lang-sam die Tür. Nicht weit, nur etwas mehr als einen Spalt, und sah hinein.
»Jonathan? Ich bin’s, Duncan McClary. Erinnerst du dich?« Als keine Antwort kam, machte er die Tür weiter auf, ging einen Schritt in den Raum. Dann noch einen … und noch einen. »Ich bin seit kurzem wieder in Galway und dachte mir, ich komme mal vorbei und sage Hallo.«
Noch immer geschah nichts und Michael trat näher. Bis kurz vor die Türschwelle. Oh, wow … seit gut einhundertfünfzig Jahren war außer Renvyle kaum eine Seele in diesem Zimmer gewesen – und trotzdem gab es nicht einmal ansatzweise irgendwo Staub zu sehen.
Duncan befand sich jetzt gut zwei Meter im Raum, blickte sich um, sah zu ihm und zuckte mit den Schultern. Der Daywalker ließ die Fingerknöchel knacken, lockerte sich mit leicht kreisender Bewegung die Nackenmuskulatur – beinahe wie ein Boxer vor dem erwarteten Kampf.
»Nichts zu seh–«
»Hinter dir!«
Da stand er. Aus dem Nichts. Groß, mit schwarzen Haaren, die aristokratischen Gesichtszüge wutentbrannt. Duncan wirbelte zu ihm herum, wich zurück.
»Hallo Jonathan. Ich störe dich doch nicht gerade bei … irgendwas?«
Ein lauter, hohlklingender Schrei. Eine Bewegung, die für Michaels Augen kaum zu erfassen war und Duncan wurde im hohen Bogen durch die Luft katapultiert, fing sich im Flug und schaffte es irgendwie, auf seinen Füßen zu landen, bevor er mit voller Wucht an die Flurwand knallte. Dann krachte die Tür ins Schloss.
Heiliger Strohsack!

2. Riot Pack: Fairiestaub und andere Scherereien – Kapitel 5
»Hände hoch und alle Mann rüber an die Wand, jetzt!«
Der Alpha gab seinen Leuten einen Wink. Sofort kam ein übereifriger Garda mit feuerroten Haaren dem Befehl nach und gab Connor einen heftigen Stoß. Der Vampirwolf nahm ihn einfach so hin, ohne Gegenwehr oder ein Wort. Drei der anderen Cops hatten es auf Jamie, Debbie und mich abgesehen.
Unsanft landete ich neben Connor an der grauen Steinmauer. Wie gerne würde –
»Die Beine auseinander, na los, mach schon, Freundchen.«
Mein Garda, der die Polizeischule mit absoluter Sicherheit noch nicht allzu lange hinter sich gebracht hatte, tastete mich ab – inklusive Schritt.
»He, nicht beim ersten Date!«
»Schnauze.« Er verpasste mir einen Knuff ins Kreuz.
Connor warf mir von der Seite einen Bleib-ruhig-Blick zu. Na gut.
Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, wie sich auf der anderen Seite des Schankraums zwei der Schnüffler zielstrebig Cowboy und Bradley vornahmen. Die Gäste hingegen ließen sie ohne Ausnahme ziehen. Also galt die Razzia anscheinend speziell dem Rudel.
»Halt still, Arschloch«, fuhr in diesem Moment einer der Cops Bradley an und filzte ihn weiter.
»Ruhig Blut, Colbert«, bremste der Alpha den Garda aus.
Um ein Haar hätte ich gegrinst. Bestimmt war das dieser Ailig, der Connor per Telefon wegen der Razzia vorgewarnt hatte. Seine Garda-Kollegen hatten sicher nicht den blassesten Schimmer, dass es sich bei ihm um einen Werwolfmenschen handelte.
Tja, echt dumm gelaufen, wenn Schnüffler nicht mal einen Werwolf erschnüffeln konnten.

Links:

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Instagram: stefaniefoitzik

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